Asbestsanierung und Neugestaltung


Universitätsbibliothek Konstanz

Kunde

Vermögen und Bau Baden-Württemberg

 

Architekt

Arbeitsgemeinschaft ERNST² Architekten AG, Stuttgart /

mbfrank architektur | stadtgestaltung

Freier Architekt und Stadtplaner, Stuttgart

 

Wettbewerb

VOF - Verfahren

 

Planung und Konstruktion

Planung 2011/13; Umsetzung 2013/2015 in 3 Bauabschnitten

Gesamtkonzeption und Entwurfsplanung: MB Frank

Bauleitung und Projektkoordination: ERNST² Architekten AG

Projektteam: Nico Dimou, Katrin Hintermaier, Marcus Neuhoff

Christina Schmidinger, Mirko Schnabel

 

Größe

18.700 qm NF

 

Baukosten

34 Mio

 

Adresse

Universität Konstanz

 

Foto Credits: Inka Reiter und Vitra - Eduardo Perez

Planerische Gesamtkonzeption / Maßnahmen in Buchbereich S und Buchbereich G

 

Die Universitätsbibliothek Konstanz erstreckt sich über mehrere Gebäudeteile und ist mit den jeweils angrenzenden Fachbereichen eng verzahnt. Die klare, von der Bautechnik bestimmte strukturelle Konzeption ist typisch für ihre Entstehungszeit in den 60er/70er Jahren und ist als Gesamtensemble unter Denkmalschutz gestellt werden.

 

Die Gebäudestruktur ist als Stahlbetonkonstruktion mit Fertigteil – Kassettendecken in einem Rastermaß von 7,20 m gebaut, wobei  der etwa 1, 8 Millionen Bücher umfassende Bestand in hochregalartigen, statisch eigenständigen Stahlregalen untergebracht ist.

 

Insgesamt werden etwa 18.000 qm Nutzfläche asbestsaniert und umgestaltet!

 

Der zentrale Zugangsbereich für alle Buchbereiche mit etwa 3000 qm Größe befindet sich als eigenständiger Gebäudeteil außerhalb der eigentlichen Buchbereiche und  wird funktional, technisch und gestalterisch komplett umgebaut  und den zeitgemäßen Anforderungen an eine moderne digitale Bibliothek des 21. Jahrhundert angepasst.

 

Darüber hinaus werden über die  5 Geschossebenen hinweg unterschiedlich gestaltete, spezifische Arbeits- und Studierzonen neu entwickelt.

 

Aus dem Hugo-Häring-Preisgerichtsprotokoll:

"Der Eingangsbereich des als dunkel und verbaut bezeichneten Erdgeschosses des strukturalistischen Universitätsbaus aus den 60/70iger Jahren wurde modernisiert: mit neuer Helligkeit, mit frischer Farbigkeit und mit Überlagerungen unterschiedlicher Nutzungen.

Die neue Helligkeit aus einem Kanon unterschiedlicher Leuchtkörper und Lichtwände mit der akzentuiert gesetzten Farbigkeit lässt schnell vergessen, dass man sich dabei in einem Geschoss ohne Tageslicht befindet.

Die Überlagerung unterschiedlicher Nutzungen mit dem großen Potpourri aus Angeboten für die Studenten lassen eine spielerisch lockere Lernatmosphäre entstehen mit Platz für Interaktion und unerwarteten Begegnungen.

Das Spiel von "Raster und Freiheit der Urkonzeption" wurde dabei aufgenommen und kongenial weitergeschrieben.

Die nicht einfachen Umstände des Ortes wurden als Potentiale erkannz und voll ausgeschöpt."