Ortsmitte Eglosheim | Ludwigsburg


 
 

Eglosheim zeichnet sich durch sehr heterogene Bebauungsstrukturen aus seinen versch. baulichen Entwicklungsepochen der 70er, 80 er und 90 er Jahre des letzten JH aus.

Das Gebiet macht insgesamt einen etwas „vernachlässigten“ (in die Jahre gekommenen) Eindruck.  

Es gibt keinen Ort der Identifikation, keine räumliche funktionierende und gestaltete Orts- oder Quartiersmitte!

 

Die als „spirituelle und kulturelle Mitte“ konzipierten Kath. und Ev. Gemeindezentren schotten sich entweder ab, bzw. orientieren sich nicht nach Aussen (Ev.), oder verfügen nur über unzureichend gestaltete und daher wenig einladende öffentliche Räume (Kath. >> Kirchplatz und Parkplatz)

Die „kommerzielle Mitte“ mit der Einkaufspassage (Anfang der 80er Jahre?) ist in relativ schlechtem baulichen Zustand und ist mittelfristig sanierungsbedürftig, bzw. wird durch eine Neuplanung ersetzt werden müssen.

>> Hierbei sollte, aus städtebaulicher und quartiersbezogener eine Stärkung der quartiersbezogenen Versorgung angestrebt werden, z.B. durch einen Lebensmitteldiscounter mit ergänzendem kleinstrukturiertem Einzelhandel (Apotheke, Bäcker, Kiosk ...). Sinnvoll wäre eventuell auch eine ergänzende Verdichtung (und damit Belebung) durch Sonderwohnformen (z.B. Studentisches Wohnen).

 

Die Quartiersmitte Eglosheim wurde nicht fertig gedacht, bzw. fertig gebaut!

 

Daher fehlt Eglosheim (Neu) eine räumlich und städtebaulich funktionierende Mitte!

 

Diese „unvollständige Mitte“ könnte durch die 3 (-4) vorgschlagenen Entwicklungsflächen / Module zur Ortsmitte Eglosheim ausgebaut werden, mit dem Ziel einer klaren „Verräumlichung“ der heute unfertigen und daher unzureichenden städtebaulichen Gesamtsituation.

Der Vorschlag dieses umfassenden Entwicklungskonzepts, einschließlich der Einzelhandels- und Parkierungsflächen, gibt einen Leitfaden für die Entwicklungs der kommenden 10 – 20 Jahre vor.

Im Einzelnen sind dies folgende Perspektiven:

>> Innenentwicklung, d.h. starke/hohe Verdichtung auf den Entwicklungsflächen zulassen

>> schafft Platz für die Stärkung und Attraktivitätssteigerung der Öffentlichen Räume > „Verräumlichung der Quartiersmitte“

>> Intergration durch Ausbau eines Quartiersplatzes

 

Jetzt gibt es nochmals die Chance die fragmentarische städtebauliche Gesamtsituation in Eglosheim zu verbessern, um so dem Quartier eine identitätsstiftende Mitte zu verleihen!

Hierzu sind die beiden Entwicklungsflächen der Kirchen, n.m.E., nicht ausreichend. Für die Gesamtsituation wäre anzustreben auch die Entwicklung auf der 3. Potentialfläche, des heutigen Einkaufszentrums, auszudehnen! Im Sinne einer städtebaulich nachhaltig wirksamen Nachverdichtung und Verräumlichung!

 

Vorgeschlagene Maßnahmen:

 

  1. Hohe Nachverdichtung auf den Entwicklungsflächen der Kirchen ermöglichen > Innenentwicklung! > Nutzungen von Pflegeheim über Verwaltung bis Wohnen sind grundsätzlich möglich
  2. Ausbau und Stärkung der vorhandenen Wegebeziehungen und Freiraumelemente
  3. Grundstückstausch ev. Kirchengemeinde
  4. Entwicklungsfläche (Modul 01B) für Integrativen oder ökumenischen Kindergarten (mit gemeinsamen Freispielflächen)
  5. Gestaltung eines zentralen, räumlich klar definierten Quartiersplatzes am Schnittpunkt der Wegebeziehungen und unter Einbeziehung der städtebaulichen Randbedingungen (Nachbarbebauung; Hochhaus, ...)
  6. Mittelfristig Stärkung der Südseite des Quartiersplatzes durch eine bauliche Randausbildung/Raumkante und Verdichtung mit Sonderwohnen (Studentenwohnen) und weiteren kulturellen oder nachbarschaftlichen Nutzungen